Didaktische Werkzeuge für die Bound-Gestaltung
Wie gestalte ich mit Actionbound einen eigenen lernwirksamen Bound – z.B. als Outdoor-Themenrallye oder als Indoor-Lernaufgabe? Wir haben eine Vielzahl an Didaktischen Werkzeugen entwickelt und erprobt, um Sie bei der Gestaltung eigener Bounds zu unterstützen. Nachfolgend stellen wir Ihnen diese Werkzeuge zur Verfügung:
- Didaktisches Drehbuch – zur Ziel- und Rahmenplanung eines Bounds
- Aufgabentypologie – mit vielen Vorschlägen für eine kompetenzorientierte Aufgabengestaltung
- Inhalts-Bausteine – kopier- und editierbare Aufgaben-Bausteine , die Sie in Ihren Bound integrieren können
- Gamification und Storytelling-Elemente – Anregungen, Ideen und kopierbare Bausteine, Grafikelemente etc.
- Switch-Elemente – Anregungen, Ideen und kopierbare Bausteine für den Einsatz dieser Actionbound-Funktion
Eine ausführliche Darstellung finden Sie unter Publikationen. Unsere Online-Lernumgebung greift diese Werkzeuge auf und begleitet Sie Schritt für Schritt bei der Gestaltung eigener Bounds.
Didaktisches Drehbuch
Für die Entwicklung eines Bounds kann ein Didaktisches Drehbuch eine hilfreiche Grundlage sein. Es dient als Planungsinstrument und unterstützt Sie dabei, zunächst die Grundstruktur und den Aufbau Ihres Bounds zu klären, bevor Sie in die konkrete Ausarbeitung der Aufgaben einsteigen.
Das didaktische Drehbuch umfasst drei zentrale Bereiche: die Zielgruppe und Ziele des Bounds, die organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die didaktisch-methodische Umsetzungsstruktur. Die drei übergeordneten Bereiche beeinflussen sich wechselseitig. Schrittweise entsteht daraus mit Leit- und Reflexionsfragen ein Konzept für den Bound.
Ziele und Zielgruppe:
- Für wen ist der Bound? (Alter, Interessen, Vorkenntnisse etc.)
- Welche Ziele verfolgt der Bound? (Lernziele, Kompetenzen aus Bildungs- und Lehrplänen etc.)
Umsetzungsstruktur:
- Welche Methoden und Medien sind sinnvoll?
- Wie kann der Rote Faden gestaltet werden?
- Wie kann eine Nachbereitung des Bounds sein?
Rahmenbedingungen:
- An welchem Ort und in welchem Zeitrahmen findet der Bound statt?
- Welches Personal ist für den Bound nötig?
- Welche Geräte und Materialien sind nötig?
- Kann der Bound zuhause oder in der Schule vorgeladen werden?
Für die Grobplanung eines Bounds kann die tabellarische Übersicht des didaktischen Drehbuchs (Arbeitsblatt zum Download) helfen. In unserem Didaktischen Handbuch erhalten Sie weitere Einblicke in die Planung eines Bounds mithilfe des Werkzeugs „didaktisches Drehbuch“.
Aufgabengestaltung mit der Aufgabentypologie
Ein wesentlicher Unterschied zwischen analogen und digitalen Lernaufgaben beziehungsweise Themenrallyes liegt darin, dass interaktive Aufgabenformate in der digitalen Welt sehr viel einfacher bereitgestellt und umgesetzt werden können. Ebenfalls sind eine Kontrolle auf Richtigkeit und eine Rückmeldung an die Spieler:innen ohne weiteren Personaleinsatz sofort möglich. Hier möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere didaktische Aufgabentypologie geben, die zu jedem der drei BNE-Kompetenzbereiche „Erkennen“, „Bewerten“ und „Handeln“ jeweils verschiedene didaktische Aufgabentypen vorschlägt, die mit den in Actionbound technisch vorgegebenen Bound-Elementen des Bound-Creators (z. B. Quiz, Aufgabe, Umfrage etc.) umgesetzt werden können. In unserem Didaktischen Handbuch werden insgesamt 18 Aufgabentypen im Sinne eines modular aufgebauten Baukastens vorgestellt, der die Gestaltung eigener Bounds anregen soll und mit konkreten Aufgabenbeispielen aus unseren Bounds zur nachhaltigen Stadtentwicklung in Heilbronn und Ludwigsburg illustriert ist. Selbstverständlich sind viele weitere Aufgabentypen und -varianten denkbar.
Kopierbare Bound-Bausteine
Baustein „Bahnhof“
Baustein „Umgestaltung eines Parkplatzes“
Baustein „Verkehrskreuzung“
Baustein „Weltladen“
Baustein „Biodiversität und Ökosystemleistungen“
Storytelling & Gamification
In einem motivierenden Bound spielen spielerische Elemente (Gamification) und Storytelling eine zentrale Rolle.
Damit Sie erste Ideen für den Einsatz von Gamification erhalten, finden Sie bei uns eine Übersicht mit Anregungen und Ideen zur Nutzung von Gamification. Viele spielerische Elemente lassen sich bereits mit den vorhandenen Bordmitteln von Actionbound unkompliziert umsetzen – zum Beispiel durch Punkte, Ranglisten oder eine sichtbare Fortschrittsanzeige.
Um die Identifikation der Spielenden mit dem Bound zu stärken, geben wir Ihnen außerdem Anregungen und Ideen zur Nutzung von Storytelling. Dazu stellen wir Ihnen beispielhafte Geschichten und passende Rahmenfiguren vor, die Sie direkt nutzen oder anpassen können.
Story-Bausteine
Bei der Entwicklung einer Rahmengeschichte mit passenden Figuren können unsere kopier- und editierbaren Story-Bausteine unterstützen. Sie bieten ein fertiges Grundgerüst mit Rahmengeschichte, Figuren und Hintergrundbildern. Dieses können Sie einfach an Ihr Thema anpassen und bei Bedarf erweitern. Die Begleitmaterialien zeigen Ihnen konkret, wie Sie die Bausteine in einen bestehenden Bound integrieren oder als Grundlage für einen neuen Bound nutzen können.
Baustein „Begleitung“
Baustein „Kriminalfall“
Baustein „Zeitreise“
Baustein „Fotowettbewerb“
Rahmenfiguren
Für die Gestaltung eines Bounds ist die Einbindung von Rahmenfiguren zentral, um die Geschichte persönlich zu erzählen und den Spielenden die Identifikation mit einer Figur zu ermöglichen. Damit Sie nicht selbst aufwändige Erstellungen vornehmen müssen, bieten wir Ihnen hier verschiedene Figuren in unterschiedlichen Posen inklusive passenden Sprechblasen. Diese können Sie unter Berücksichtigung der „Richtlinien zur Anwendung“ kostenlos nutzen.
Switches
Für die Individualisierung und Differenzierung digitaler Lernaufgaben kann die Actionbound-Funktion „Switches“ helfen.
Switches können Sie sich wie Schalter vorstellen: Bestimmte Inhalte werden nur dann angezeigt, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Andernfalls bleiben sie für die Lernenden unsichtbar. So lassen sich Lernwege flexibel gestalten. Lernende können zum Beispiel zwischen unterschiedlich schwierigen Aufgaben wählen oder Zusatzaufgaben werden erst freigeschaltet, wenn eine bestimmte Punktzahl erreicht wurde. Auf diese Weise entstehen verzweigte Lernpfade – auch innerhalb eines ansonsten linearen Bounds.
Um Sie beim Einsatz von Switches zu unterstützen, haben wir eine Übersicht mit Anregungen und Ideen zum Einsatz von Switches zusammengestellt. Diese zeigen konkrete Einsatzmöglichkeiten und können Ihnen als Inspiration dienen.
Switch-Bausteine
Beim Einsatz von Switches können unsere kopier- und editierbaren Switch-Bausteine unterstützen. Sie bieten ein fertiges Grundgerüst mit bereits aktivierten Switches zu verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Der Baustein kann kopiert und in einen neuen oder vorhandenen Bound integriert werden. Die Begleitmaterialien zeigen den Einsatz eines Switch-Bausteins Schritt für Schritt auf.
Baustein „Eingeschränkte Öffnungszeiten“
Baustein „Entscheidungspfade“
Baustein „Rollenspiel“
Baustein „Zusatzaufgaben“
Qualitätscheck eines Bounds
Bevor Sie Ihren Bound veröffentlichen, lohnt sich ein letzter genauer Blick. Mit einem Qualitätscheck können Sie Ihren Bound noch einmal gezielt prüfen und verbessern, damit er möglichst fehlerfrei und stimmig veröffentlicht werden kann.
Spielen Sie Ihren Bound dafür am besten selbst noch einmal vollständig durch. Bei einer ortsbezogenen Themenrallye sollte das Spielen vor Ort stattfinden. Achten Sie dabei auf allgemeine Auffälligkeiten, technische Fehler sowie auf die Gestaltung und Wirkung der Rahmengeschichte, der spielerischen Elemente und der Aufgaben.
Zur Unterstützung können Sie unsere Qualitätskriterien-Liste nutzen. Sie hilft Ihnen dabei, wichtige formale und inhaltliche Aspekte Schritt für Schritt zu überprüfen. Dazu gehören zum Beispiel die Grundstruktur, das Layout, Abbildungen oder Audiodateien, aber auch der rote Faden, didaktische Überlegungen sowie der Bezug zu Theorie und Praxis.
Feedback eines Bounds
Neben der eigenen Kontrolle durch unsere Qualitätskriterien-Liste, kann es helfen, sich Feedback einer anderen Person einzuholen – denn vier Augen sehen bekanntermaßen mehr als zwei! Lassen Sie Ihren Bound vor der Veröffentlichung von mindestens einer weiteren Person testen und bitten Sie um Feedback. Zur Unterstützung können Sie einen Feedbackbogen mitgeben. So erhalten Sie gezielte Rückmeldungen und können Ihren Bound noch einmal verbessern.
